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„Der einzige Weg, das Außergewöhnliche zu erreichen,
ist der Glaube, dass das Unmögliche möglich ist."
(Bertrand Russell, brit. Philosoph & Mathematiker)

Newsletter im November 

- SEGGER: Drei Neuigkeiten für Embedded-Entwickler:
emWin: Skalierbare Vektorschriften mit geringem Speicherbedarf
emFile: Unterstützung für Alliance Memory AS5F Serial NAND Flash
J-Link und Flasher: Unterstützung für Infineon PSOC Control C3
- Percepio VIEW: Echtzeitverhalten verstehen - und das kostenlos
- Percepio PROFILE: Mehr Einblick in Timing, Speicher und Anwendungsdaten
- DETECT 2026.1: Continuous Observability jetzt auch für Zephyr RTOS 
- Kleine Verbesserungen, große Wirkung


 Liebe Kundin, lieber Kunde,

 
Technischer Fortschritt zeigt sich nicht immer in völlig neuen Technologien.

Oft sind es Erweiterungen bestehender Lösungen, die für Entwickler einen spürbaren Unterschied machen: eine neue Funktion, die Speicher spart, die Unterstützung einer zusätzlichen Hardwarekomponente oder ein Werkzeug, das bisher aufwendige Analysen einfacher zugänglich macht.

Solche Verbesserungen mögen auf den ersten Blick unspektakulär erscheinen. Im Entwicklungsalltag können sie jedoch viel bewirken.

Denn je komplexer Embedded-Systeme werden, desto wichtiger ist es, vorhandene Ressourcen effizient zu nutzen, Probleme frühzeitig zu erkennen und bewährte Werkzeuge möglichst vielseitig einsetzen zu können.

Die Neuigkeiten bei SEGGER und PERCEPIO eröffnen neue Wege in Ihrer Entwicklungsarbeit: Dabei geht es um Embedded-Grafik, Flash-Speicher und neue Mikrocontroller sowie um einen besseren Einblick in das Verhalten von Echtzeitsoftware.

Wie immer interessiert uns dabei vor allem eine Frage:
Was bedeutet das ganz konkret für Ihre Entwicklungsarbeit?



 

 
 
SEGGER: Drei Neuigkeiten für Embedded-Entwickler
Nicht jede Produktverbesserung benötigt eine große Ankündigung. Manch-mal sind es gerade die gezielten Erweiterungen bewährter Komponenten, die Entwicklungsarbeit vereinfachen.

Drei aktuelle Neuigkeiten aus dem SEGGER-Portfolio zeigen, wie unter-schiedlich solche Verbesserungen aussehen können.

SEGGER emWin:
Skalierbare Vektorschriften mit geringem Speicherbedarf

Gut lesbare und ansprechend gestaltete Benutzeroberflächen gehören längst auch bei Embedded-Geräten zum Alltag.

Allerdings stellt die Darstellung skalierbarer Schriften gerade auf speicher-begrenzten Systemen eine Herausforderung dar. Unterschiedliche Schrift-größen und Auflösungen sollen unterstützt werden, ohne unnötig viel Flash- oder RAM-Speicher zu beanspruchen.

Mit den neuen skalierbaren Vektorschriften bietet SEGGER in seiner Grafik-bibliothek emWin eine ressourcenschonende Alternative zur Verwendung herkömmlicher TrueType-Schriften mit FreeType.

Die Schriftgröße lässt sich zur Laufzeit verändern. Zudem können Entwickler den Zeichensatz auf die tatsächlich benötigten Zeichen begrenzen und dadurch weiteren Speicher einsparen.

Das ist insbesondere für Geräte interessant, die eine flexible grafische Benutzeroberfläche benötigen, deren Hardware-Ressourcen aber begrenzt sind.

  


 



 
 
SEGGER emFile: Unterstützung für
Alliance Memory AS5F Serial NAND Flash
 
Flash-Speicher ist aus modernen Embedded-Systemen nicht wegzudenken.

Ob Konfigurationsdaten, Messwerte oder umfangreichere Datenbestände: Ein zuverlässiges Dateisystem muss mit den besonderen Eigenschaften des eingesetzten Speichermediums umgehen können.

SEGGER hat seine Dateisystemlösung emFile um die Unterstützung der seriellen NAND-Flash-Bausteine der AS5F-Familie von Alliance Memory erweitert.

Dabei übernimmt der Flash Translation Layer wichtige Aufgaben wie die Behandlung defekter Speicherblöcke, die gleichmäßige Verteilung von Schreibvorgängen und die Fehlerkorrektur.

Für Entwickler bedeutet das vor allem mehr Flexibilität bei der Auswahl geeigneter Flash-Speicher, ohne die zugrunde liegenden Besonderheiten der NAND-Technologie selbst behandeln zu müssen.

Weitere Informationen zur AS5F-Unterstützung in emFile.



 
 
 
SEGGER J-Link und Flasher:
Unterstützung für Infineon PSOC Control C3

 
Neue Mikrocontroller benötigen auch passende Entwicklungs- und Produktionswerkzeuge.

SEGGER erweitert deshalb kontinuierlich die Unterstützung aktueller Bausteinfamilien durch seine Debug-Probes und Flash-Programmier-lösungen.

Neu hinzugekommen ist die Infineon PSOC Control C3 Performance Line, die auf Arm Cortex-M33 basiert und insbesondere für Anwendungen in der Motorsteuerung und Leistungselektronik vorgesehen ist.

Mit der Unterstützung durch J-Link und Flasher können Entwickler diese Mikrocontroller in ihre Debugging- und Programmierabläufe einbinden und bewährte SEGGER-Werkzeuge auch für entsprechende neue Hardware-designs einsetzen.

Damit wird der Übergang von der Entwicklung zur späteren Programmierung der Geräte in der Produktion erleichtert.

Mehr über die Unterstützung der Infineon PSOC Control C3 erfahren.



 
 
 
Percepio VIEW:
Echtzeitverhalten verstehen - und das kostenlos
 
Wenn sich Embedded-Software nicht wie erwartet verhält, ist es oft leichter, einen Fehler zu erkennen, als seine Ursache zu finden.

Gerade bei Anwendungen mit einem Echtzeitbetriebssystem kann diese Suche besonders anspruchsvoll sein. Mehrere Tasks arbeiten gleichzeitig, Interrupts beeinflussen den zeitlichen Ablauf, und das Verhalten des Gesamtsystems lässt sich durch klassisches Source-Level-Debugging allein nicht immer vollständig nachvollziehen.

Was geschieht tatsächlich auf dem Prozessor? Welche Tasks werden wann ausgeführt? Wo entstehen unerwartete Verzögerungen oder Wechsel-wirkungen?

Genau hier setzt die Runtime-Visualisierung an.

Mit Percepio View steht Entwicklern ein kostenloses Werkzeug zur Verfügung, das auf der bewährten Tracealyzer-Technologie basiert und die visuelle Untersuchung von Task-Abläufen und RTOS-Ereignissen ermöglicht.

Anstatt sich ausschließlich auf einzelne Haltepunkte oder Log-Ausgaben zu verlassen, können Entwickler das zeitliche Zusammenspiel der Systemaktivitäten betrachten.

Das erleichtert es, auffällige Abläufe zu erkennen, Zusammenhänge zu verstehen und die Suche nach Fehlerursachen gezielter fortzusetzen.

Besonders interessant ist dabei der einfache und kostenfreie Einstieg: Percepio View ist kostenlos. Entwickler können die Vorteile einer visuellen Runtime-Analyse kennenlernen, ohne dafür gleich eine umfangreichere Analyselösung einsetzen zu müssen.

Denn wer versteht, was sein System tatsächlich tut, kann auch besser beurteilen, was er daran verbessern sollte.





 
 
 
Percepio PROFILE:
Mehr Einblick in Timing, Speicher und Anwendungsdaten

 
Eine visuelle Darstellung von Task-Abläufen ist ein wertvoller erster Schritt.
Bei komplexeren Anwendungen entstehen jedoch zusätzliche Fragen.

Wie verändert sich die CPU-Auslastung über längere Zeiträume? Welche Threads benötigen besonders viel Rechenzeit? Wie entwickelt sich der Speicherverbrauch? Und wie hängen interne Anwendungsdaten mit dem beobachteten Laufzeitverhalten zusammen?

Für solche Aufgaben bietet Percepio Profile weiterführende Analyse-funktionen.

Eine wesentliche Erweiterung ist das Live Trace Streaming. Dabei werden Trace-Daten während der Ausführung übertragen, sodass sich auch längere Beobachtungszeiträume untersuchen lassen, ohne ausschließlich auf die begrenzte Größe eines lokalen Trace-Puffers angewiesen zu sein.

Hinzu kommen detailliertere Informationen über das zeitliche Verhalten einzelner Threads sowie Möglichkeiten zur Analyse des Speicherverbrauchs.

Besonders hilfreich ist außerdem die grafische Darstellung von Anwend-ungsdaten. Damit können Entwickler nicht nur erkennen, wann bestimmte Aktivitäten stattfinden, sondern auch untersuchen, wie sich relevante Werte ihrer Anwendung im zeitlichen Zusammenhang verändern.

Das eröffnet zusätzliche Möglichkeiten bei der Analyse von Performance-Problemen, Timing-Abweichungen und unerwartetem Systemverhalten.

Percepio View und Profile verfolgen damit einen gemeinsamen Ansatz: Laufzeitverhalten soll nicht nur messbar, sondern vor allem verständlich werden.

Während View einen einfachen Einstieg in die visuelle RTOS-Analyse bietet, erweitert Profile die Möglichkeiten für detailliertere und längerfristige Unter-suchungen.

Wer noch tiefer in das Verhalten komplexer Echtzeitsysteme einsteigen möchte, findet mit Percepio Tracealyzer die umfassende Lösung für die visuelle Runtime-Analyse.

Mit seinen erweiterten Analyse- und Visualisierungsmöglichkeiten unterstützt Tracealyzer Entwickler dabei, auch komplexe Zusammenhänge, zeitliche Abhängigkeiten und schwer erkennbare Fehlerursachen systematisch zu untersuchen.





 
 
 
Percepio DETECT 2026.1:
Continuous Observability jetzt auch für Zephyr RTOS
 
In unserem September-Newsletter haben wir das Konzept der Continuous Observability ausführlicher vorgestellt. Hier finden Sie mehr über Percepio DETECT.

Die Grundidee: Embedded-Software sollte nicht nur während einzelner Debugging-Sitzungen beobachtet werden. Erkenntnisse über ihr tatsächliches Laufzeitverhalten sollen vielmehr auch während Integration und Feld-Test gewonnen und in den Entwicklungsprozess zurückgeführt werden.

Mit Percepio Detect 2026.1 wird dieser Ansatz nun auf eine weitere wichtige RTOS-Plattform ausgedehnt.

Die neue Version unterstützt Zephyr RTOS und ermöglicht damit auch bei Zephyr-basierten Systemen die automatische Erkennung und Diagnose auffälliger Laufzeitereignisse.

Anders als beim kontinuierlichen Aufzeichnen sämtlicher Trace-Daten beobachtet Detect das System und erfasst gezielt diagnostische Informationen, wenn Anomalien, definierte Trigger oder Fehler auftreten.

Solche Aufzeichnungen können unter anderem Trace-Daten, Logs und Core Dumps umfassen.

Anschließend lassen sich die gesammelten Informationen mit Tracealyzer und dem integrierten Core-Dump-Viewer untersuchen, um die Ursache eines Problems besser nachzuvollziehen.

Die neue Version bietet unter anderem eine Überwachung der CPU-Aktivität einzelner Threads sowie Möglichkeiten, diagnostische Aufzeichnungen auch bei nicht fatalen Fehlern gezielt auszulösen.

Gerade bei sporadisch auftretenden Problemen kann das einen erheblichen Unterschied machen.

Denn nicht jeder Fehler lässt sich auf Knopfdruck reproduzieren. Umso wertvoller ist es, wenn das System die entscheidenden Informationen bereits dann festhält, wenn das Problem tatsächlich auftritt.

Mit der Unterstützung von Zephyr wird Continuous Observability für einen weiteren Kreis von Embedded-Entwicklungsteams zugänglich.

 


 
 
 
Kleine Verbesserungen, große Wirkung
 
Die vorgestellten Neuigkeiten betreffen sehr unterschiedliche Bereiche der Embedded-Entwicklung: Skalierbare Schriften, Flash-Dateisysteme, Mikrocontroller-Unterstützung und Werkzeuge zur Laufzeitanalyse haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam.

Und doch verbindet sie ein wichtiger Gedanke:

Sie helfen Entwicklern, vorhandene Möglichkeiten besser zu nutzen

Manchmal bedeutet das, mit weniger Speicher auszukommen. Manchmal wird eine neue Hardwarekomponente einfacher einsetzbar. Und manchmal ermöglicht ein besserer Einblick in das Laufzeitverhalten, ein Problem schneller zu verstehen, das sonst viel Zeit gekostet hätte.

Der Wert professioneller Entwicklungswerkzeuge liegt deshalb nicht allein in ihrem Funktionsumfang.

Entscheidend ist, wie gut sie Entwickler bei ihren tatsächlichen Aufgaben unterstützen – und wie viel Zeit und Aufwand sie dabei einsparen können. 

Genau darin sehen wir auch unsere Aufgabe bei Carnica Technology.

Wir möchten Ihnen nicht einfach nur neue Produkte vorstellen, sondern dabei helfen, diejenigen Technologien und Werkzeuge zu finden, die für Ihre Anforderungen technisch und wirtschaftlich sinnvoll sind.

Wenn Sie Fragen zu einer der vorgestellten Lösungen haben oder überlegen, wie sie sich in Ihre bestehende Entwicklungsumgebung integrieren lässt, freue ich mich, von Ihnen zu hören.
 
 



 

 
Nur noch etwas mehr als sieben Wochen bis Weihnachten. Erschrocken?
Ja, die Zeit rast. Aber mit dem bewussten Umgang mit der Zeit schaffen wir alles. Auch unsere Jahresziele.

Das Beste an der Zukunft ist, dass immer nur ein Tag auf einmal kommt.

Bleiben Sie neugierig!

Herzlichst, Ihr
Marian A. Wosnitza
 


„Gewinner geben nie auf. Aufgeber gewinnen nie."
(Unbekannt)