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„Scheitern ist nur die Gelegenheit,
noch einmal anzufangen, diesmal intelligenter."
(Henry Ford)

Newsletter im Oktober 2026

- Je später der Fehler, desto teurer die Lösung
- Nicht das einzelne Werkzeug entscheidet
- Develop & Debug: Produktivität beginnt lange vor dem Test
- Verify & Observe: Analysieren. Verstehen. Kontinuierlich beobachten. 
- Test: Qualität reproduzierbar machen
- Produce: Von der freigegebenen Software zum fertigen Produkt
- Der eigentliche Gewinn: Weniger unnötige Wiederholungen
- Schneller entwickeln heißt nicht schneller programmieren.
- Wo liegt der Engpass in Ihrem Entwicklungsprozess?


 Liebe Kundin, Lieber Kunde,

 
Warum bewirken die richtigen Werkzeuge an der richtigen Stelle im Entwickl-ungsprozess mehr als einzelne technische Spitzenlösungen?

Ein Fehler, der während der Entwicklung erkannt wird, lässt sich meist schnell analysieren und beheben. Derselbe Fehler kann Wochen später im Systemtest bereits erheblichen Aufwand verursachen. Und tritt er erst in einem ausgelieferten Produkt auf, müssen möglicherweise Bedingungen rekonstruiert werden, die im Entwicklungslabor gar nicht mehr vorhanden sind.

Je später der Fehler, desto teurer die Lösung.

Mit jeder Entwicklungsphase, die ein Problem unentdeckt durchläuft, steigen Aufwand und Kosten seiner Behebung.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur:
Wie finden wir Fehler?
Sondern:
Wie früh können wir Fehler erkennen, verstehen und verhindern?



 

 
 
Nicht das einzelne Werkzeug entscheidet 
Ein Compiler kann hervorragenden Code erzeugen. Ein Debugger kann tief in ein laufendes System blicken. Analyse- und Profiling-Werkzeuge machen das Verhalten eines Echtzeitsystems im Entwicklungslabor sichtbar. 

Continuous Observability erweitert diesen Blick: Das tatsächliche Laufzeit-verhalten kann nicht nur punktuell, sondern über einen längeren Zeitraum – auch remote – beobachtet und analysiert werden.

Automatisierte Tests sichern Funktionen ab. Produktionswerkzeuge sorgen schließlich dafür, dass die validierte Software zuverlässig auf das Produkt gelangt.

Jedes dieser Werkzeuge löst eine wichtige Aufgabe.

Der größere wirtschaftliche Nutzen entsteht jedoch erst dann, wenn die Werkzeuge dort eingesetzt werden, wo sie Probleme möglichst früh erken-nen, Entwicklungs- und Fehlersuchprozesse gezielt unterstützen und ver-hindern, dass vermeidbare Fehler in spätere Projektphasen weitergetragen werden.

Wenn die dabei gewonnenen Erkenntnisse nicht isoliert bleiben, sondern sinnvoll in die anderen Entwicklungsaktivitäten zurückfließen.

Denn jeder Fehler, der in einer früheren Entwicklungsphase erkannt wird, spart Aufwand in den nachfolgenden Phasen. 
  


 



 
 
DEVELOP & DEBUG:
Produktivität beginnt lange vor dem Test
 
Effizienz entsteht bereits beim Entwickeln. Eine leistungsfähige Entwickl-ungsumgebung und ein Debugger, der schnellen und tiefen Einblick in das System ermöglicht, verkürzen die täglichen Entwicklungs- und Fehlersuch-zyklen.

Doch Debugging allein ist reaktiv: Ein Problem muss sich zunächst bemerk-bar machen, bevor danach gesucht werden kann.

Deshalb beginnt ein effizienter Entwicklungsprozess nicht erst mit der Frage, wie schnell ein Fehler gefunden wird, sondern auch damit, wie viele Fehler gar nicht erst bis in spätere Entwicklungsphasen gelangen.
 
Develop Debug Verify Observe Test Produce – Continuous Observability Feedback Loop
 
Entscheidend ist dabei nicht nur jede einzelne Aktivität, sondern der kontinuierliche Austausch von Erkenntnissen über den gesamten Entwicklungsprozess hinweg.
 


 
 
 
VERIFY & OBSERVE:
Analysieren. Verstehen. Kontinuierlich beobachten.

 
Verify & Validate und Continuous Observability betrachten das Laufzeitver-halten eines Embedded Systems aus unterschiedlichen, aber sich ergänz-enden Perspektiven.

Analyse- und Profiling-Werkzeuge wie SEGGER SystemView machen im Entwicklungslabor sichtbar, was in einem Echtzeitsystem tatsächlich ge-schieht. Tasks, Interrupts und Software-Timer lassen sich mit detaillierten Timing-Informationen untersuchen. So werden Ineffizienzen, Ressourcen-konflikte und unbeabsichtigte Wechselwirkungen erkennbar, die sich allein aus dem Quellcode nur schwer beurteilen lassen.

Continuous Observability erweitert diesen punktuellen Blick. Das Laufzeit-verhalten eines Systems kann über einen längeren Zeitraum – auch remote und in bereits eingesetzten Geräten – beobachtet und analysiert werden. Dadurch werden auch seltene, zeitabhängige oder schwer reproduzierbare Probleme sichtbar, die unter Laborbedingungen möglicherweise gar nicht auftreten oder dort nicht mehr reproduzierbar sind.

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse stehen nicht isoliert am Ende einer Analyse, sondern können in Entwicklung, Debugging, Verifikation und Test zurückfließen.

Gerade diese Verbindung ist entscheidend: Systemverhalten wird nicht nur punktuell analysiert, sondern über längere Zeit beobachtbar - und damit zu einer kontinuierlichen Informationsquelle für den gesamten Entwicklungs-prozess.



 
 
 
TEST:
Qualität reproduzierbar machen
 
Was während Entwicklung, Analyse und Beobachtung erkannt wurde, muss anschließend zuverlässig abgesichert werden.

Automatisierte Tests machen aus einzelnen Erkenntnissen einen wiederhol-baren Prozess. Korrekturen können verifiziert, Regressionen früh erkannt und Ergebnisse nachvollziehbar dokumentiert werden.

Damit verändert sich auch die wirtschaftliche Bedeutung des Testens: Tests sind nicht nur eine abschließende Qualitätskontrolle.

Sie bewahren bereits investierte Entwicklungsarbeit davor, bei späteren Änderungen wieder verloren zu gehen.

Je stärker dieser Prozess automatisiert ist, desto weniger manueller Aufwand entsteht bei jeder neuen Softwareversion. 




 
 
 
PRODUCE:
Von der freigegebenen Software zum fertigen Produkt

 
Am Ende des Entwicklungsprozesses steht nicht der fertige Quellcode, sondern ein funktionierendes Produkt.

Auch hier kosten manuelle Abläufe Zeit und bergen Fehlerrisiken. Zuver-lässige Produktionsprogrammierung sorgt dafür, dass freigegebene Software reproduzierbar und kontrolliert auf die Geräte gelangt.

Damit schließt sich die Kette:

Entwickeln. Fehler finden. Qualität verifizieren. Systemverhalten verstehen. Automatisiert testen. Sicher produzieren. Jede dieser Aktivitäten hat ihren eigenen technischen Zweck.

Wirtschaftlich interessant wird daraus jedoch erst ein Gesamtprozess, wenn zwischen ihnen möglichst wenig Information, Zeit und bereits geleistete Entwicklungsarbeit verloren geht.




 
 
 
DER EIGENTLICHE GEWINN:
Weniger unnötige Wiederholungen
 
Die Kosten eines Entwicklungsprozesses entstehen nicht nur durch Werk-zeuge, Entwicklungsstunden oder Testaufwand.

Teuer wird es vor allem dann, wenn bereits geleistete Arbeit erneut geleistet werden muss:

Ein spät erkannter Fehler führt zurück in die Entwicklung. Eine nicht reproduzierbare Störung bindet Entwickler über Tage. Eine Änderung erzeugt unerwartete Nebenwirkungen. Ein bereits behobener Fehler taucht erneut auf. Ein Problem aus dem Feld muss unter großem Aufwand rekonstruiert werden.

Genau hier liegt der kommerzielle Nutzen einer durchgängigen Werkzeug-strategie.

Nicht darin, möglichst viele Tools einzusetzen.

Sondern darin, unnötige Wiederholungen zu vermeiden, Fehler früher zu erkennen und Entscheidungen auf bessere Informationen zu stützen.
 


 
 
 
Schneller entwickeln heißt nicht schneller programmieren
 
Time-to-Market wird häufig mit Entwicklungsgeschwindigkeit gleichgesetzt. Doch schneller geschriebener Code allein bringt ein Produkt nicht früher auf den Markt.

Entscheidend ist, wie viel Zeit zwischen der ersten Implementierung und einer stabilen, getesteten und produktionsreifen Software verloren geht.

Wenn Entwicklungswerkzeuge, Debugging, Analyse und Profiling des Systemverhaltens im Entwicklungslabor, Continuous Observability im Feld über einen längeren Zeitraum, automatisierte Tests und Produktionspro-grammierung sinnvoll ineinandergreifen, entsteht deshalb mehr als technische Qualität:

Es entsteht planbarere Entwicklung.

Weniger Überraschungen am Ende eines Projekts. Weniger schwer kalkulierbare Fehlersuche. Weniger Wiederholungen. Und eine bessere Grundlage für verlässliche Termine und Kosten.
 
 



 
 
 
Wo liegt der Engpass in Ihrem Entwicklungsprozess?
 
Nicht jedes Unternehmen braucht jedes Werkzeug. Und nicht jeder Entwickl-ungsprozess hat dieselben Schwachstellen.

Vielleicht dauert bei Ihnen die Fehlersuche zu lange. Vielleicht werden bestimmte Fehler erst im Systemtest sichtbar. Vielleicht sollen Tests stärker automatisiert werden. Vielleicht fehlt Transparenz über das tatsächliche Laufzeitverhalten. Oder ein bestehender Entwicklungsprozess soll insgesamt effizienter werden.

Deshalb beginnt eine sinnvolle Werkzeugentscheidung nicht beim Produkt-katalog.

Sie beginnt mit der Frage, wo heute Zeit im gesamten Projektablauf verloren geht.

 
 

 

Herzlichst, Ihr
Marian A. Wosnitza
 


„Intelligente Fehler zu machen, ist eine große Kunst.
(Federico Fellini ital. Filmregisseur & Drehbuchautor)