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„Die Schwierigkeit ist nicht, neue Ideen zu finden,
sondern den alten zu entkommen.“
(Unbekannt)

Newsletter im März 2020:

- Imageverlust ?
- SEGGER: Neuer optimierender Compiler für ARM
Test the Test: Razorcat TESSY 4.3
- Aus DFM wird DevAlert
- Must-Have für jedes Embedded- und IoT-Projekt


Liebe Kundin, Lieber Kunde,


Die embedded world 2020 wird sicher als eine der denkwürdigsten Veran-staltungen in die Geschichte dieser Messe eingehen.

Als Kenner und Teilnehmer dieser Messe seit ihren Kindertagen vor Jahr-zehnten frage ich mich ernsthaft, wie es soweit kommen konnte.

Bereits im Vorfeld der Messe mehrten sich kritische Stimmen von Ausstellern und Besuchern aus dem In- und Ausland, die sich schlecht informiert fühlen oder forderten, die Messe abzusagen. Die allgemeine Verunsicherung durch den Corona-Virus hat schließlich dazu geführt, dass über 200 Aussteller, darunter die Größten der Branche, ihre Teilnahme an der embedded world absagten. 200 klingt wenig bei immer noch 900 Ausstellern – die halbleeren Hallen gaben aber ein anderes Bild.

Selbst am ersten Tag der Messe sind noch viele Aussteller abgesprungen -  trotz bereits aufgebauter Messestände und irreversibler Kosten. Als einer der letzten verbleibenden großen Halbleiterhersteller hatte nach Texas Instruments auch Infineon abgesagt.

Der Mobile World Congress in Barcelona wurde aufgrund des Corona-Virus abgesagt, ebenso der Genfer Auto Salon und die Leipziger Buchmesse. Auch die Hannover Messe ist nun verschoben worden. An der diesjährigen Messe wurde aber standhaft festgehalten. 
 




Imageverlust ?
Viele Stimmen forderten das Image der Nürnberg Messe zu retten und die Messe abzusagen. Der finanzielle Verlust wäre verkraftbar – im Gegensatz zum Imageverlust, der der embedded world m.E. noch länger anhaften wird.

Trotz der zahlreichen Absagen großer Aussteller und aller Kritik hat die embedded world letzte Woche stattgefunden. Alle Befürchtungen haben sich bestätigt: Die Besucherzahlen waren sehr überschaubar, weniger Aussteller, weniger Besucher, leere Stände, halb leere Hallen, viele „Wellness“-Bereiche…

Ein Desaster, für das fraglos weder die Aussteller und schon gar nicht die Besucher verantwortlich waren. Von erwarteten 32.000 Besuchern haben nach offiziellen Zahlen 13.800 den Weg in die Hallen gefunden.

Zweifellos war die Verunsicherung durch den Corona-Virus der Hauptgrund. Fast unisono schrieben die absagenden Firmen, dass ihnen die Sicherheit der eigenen Mitarbeiter am Wichtigsten ist. Die bestehenden Risiken wurden von den Firmen sehr ernst genommen.

Von vielen Seiten wurde kritisiert, dass der gewählte Zeitpunkt der Messe denkbar schlecht war: Winter-Skiferien in Bayern und der Höhepunkt der Faschingssaison. Das ist kaum zu toppen.

Den Veranstaltern ist von vielen Ausstellern und Besuchern vorgeworfen worden, dass von der Messe Nürnberg zurückhaltend bis schlecht über die Krise kommuniziert wurde und dass gegen jede Vernunft an der Durch-führung der Messe festgehalten wurde.




Zeit und Ruhe

Die Besucher, die sich nicht abhalten ließen, hatten dieses Jahr allerdings einen großen Vorteil: Die anwesenden Aussteller hatten viel Zeit und Ruhe um mit Interessenten über reale Probleme und deren Lösungen zu sprechen, so viele Stimmen. Es gab genügend Zeit für tiefergehende Gespräche in ungewöhnlich ruhigen Hallen – was bei Messen dieser Größenordnung absolut ein Novum ist.

Dieses Jahr ist die embedded world noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Hätte am Tag vor der Messe die Gesundheitslage von Mittwochabend gegolten, wäre die Messe wohl abgesagt worden.

Für alle Beteiligten gibt es viel aus den Vorkommnissen zu lernen, und es beim nächsten Mal besser zu machen. Ich werde jedenfalls die nächste embedded world nicht auslassen und hoffe, dass diese Messe zu altem Glanz zurückfindet.

Trotz allem Negativen gibt es viel Positives zu berichten. Nachfolgend die interessantesten Neuerungen aus unserer Sicht.






SEGGER: Neuer optimierender Compile für ARM

Segger hat seinen eigenen Compiler zum beliebten Embedded Studio für ARM und Cortex-M hinzugefügt. Dieser Compiler ist so abgestimmt, dass er optimierten Thumb-2-Code für moderne Cortex-A- und Cortex-M-Geräte erzeugt.

Das Embedded Studio für ARM / Cortex-M wird jetzt mit drei Compilern geliefert: GCC, Clang und SEGGER's eigenem Compiler.

Der neue Compiler übertrifft den GCC und den regulären Clang bei den meisten Benchmarks deutlich und reduziert sowohl die Größe des generierten Codes als auch seine Ausführungsgeschwindigkeit.

Der von Clang abgeleitete Compiler verwendet das modernste und flexibelste Compilerdesign im Frontend, mit einem von SEGGER auf Leistung und Codegröße optimierten Backend.

Der neue Compiler bringt das Embedded Studio für ARM und Cortex-M auf eine neue Ebene. Segger‘s plattformübergreifende IDE enthält nun einen eigenen Linker, Assembler und Compiler. Der Benutzer hat die Wahl zwischen GCC, Clang oder dem optimierenden Compiler von Segger, genauso wie er zwischen dem Segger Linker oder dem GNU Linker wählen kann. 

Kombiniert mit dem eingebauten Debugger, der Versionskontrolle, dem Projektmanagement und Segger‘s führenden Laufzeit- und Fließkomma-Bibliotheken, ist das Embedded Studio eine sehr gute Wahl für Entwickler. 

Der neue Compiler macht das Embedded Studio zu einer noch vielseit-igeren und vollständigeren Lösung. 

Die Nutzung für Ausbildung oder andere nicht-kommerzielle Zwecke ist weiterhin kostenlos. Für kommerzielle Projekte bietet Segger entsprechende Lizenzen zu sehr konkurrenzfähigen Preisen.

Fragen Sie mich für weitere Informationen und ein Angebot. Herunterladen können Sie das Embedded Studio (Windows, macOS und Linux) hier.



 



Test the Test: Razorcat TESSY 4.3
Razorcat präsentierte auf der embedded world eine neuartige Funktion "Mutation Test" zur automatischen Qualitätsanalyse von Unit- und Kompon-enten-Tests im Preview von TESSY 4.3.

Der neue Mutation Test in TESSY – auch „Test the Test” genannt – über-prüft automatisiert die Fehlererkennungsfähigkeit bestehender Testfälle.

Damit verbessert diese einzigartige Funktion den Review von Test-methoden und Testqualität, wie er in den Normen für Funktionale Sicher-heit (IEC 61508, IEC 62304, ISO 26262 und EN 5012) vorgeschrieben ist und reduziert den manuellen Aufwand erheblich.

Der Mutation Test verändert minimal („mutiert“) den zu testenden C/C++-Quellcode an fehlersensiblen Stellen und baut damit typische Programmier-fehler ein. Erkennen die Unit- und Integrationstests den Fehler, werden diese Tests als nützlich bewertet. Eine Nichterkennung deutet auf schwache Testfälle hin und der Mutation Test gibt Hinweise, wo die Testfälle optimiert und eine bessere Qualität beim Testen erreicht werden kann.

Mit dieser einzigartigen Methode lassen sich Tests einfach und auto-matisiert qualitativ bewerten. Der objektive Qualitätsnachweis der Unit- und Integrationstests kann auch für eine weitere Zertifizierung der Embedded-Software für Sicherheitsanwendungen genutzt werden.
 
TESSY 4.3 bietet außerdem weitere Features wie einen deutlich verbesserten Konfigurations-Editor TEE, der nun als neue Perspektive vollständig in TESSY integriert ist.

Neben TESSY und CTE zeigte Razorcat auch seine Zertifizierungs- und Systemtestwerkzeuge ITE (Integrated Test Environment) und CCDL (Check Case Definition Language). Mit einem Aufzug-System-Demonstrator zeigte Razorcat wie einfach ein System- oder HIL-Test mit CCDL definiert und automatisiert durchgeführt werden kann. ITE erzeugt dabei alle notwendigen Testergebnisberichte die direkt zur Zertifizierung genutzt werden können.










Aus DFM wird DevAlert
Percepio startet den Cloud-Dienst „DevAlert“ für die Fernüberwachung und Diagnose von IoT-Geräten im Feld. DevAlert ermöglicht fortlaufende Verbesserungen und minimiert Reparaturzeiten, Stillstandszeiten und Wartungskosten für die Gerätesoftware.
  • Automatische Warnmeldungen bei Bugs, Anwendungs- und Hardware-problemen bei im Einsatz befindlichen IoT-Geräten

  • Umgehende Analyse dank integrierter visueller Trace-Diagnose

  • Ermöglicht schnelle OTA-Updates und kontinuierliche Verbesserung
Percepio, Marktführer in der Software-Trace-Visualisierung für Embedded-Systeme und das IoT, kündigt mit DevAlert einen richtungs-weisenden Cloud-Dienst für Entwickler von IoT-Produkten an. Der Service liefert zeitnahe Informationen über Firmware-Probleme bei Geräten im Feld und bietet visuelle Diagnose-Informationen für eine schnellere Problembehebung.

„Erhebungen zufolge enthalten Embedded-Software-Applikationen bei ihrem ersten Release typischerweise drei bis fünf unentdeckte Bugs pro tausend Codezeilen“, berichtet Johan Kraft, CEO und Gründer von Percepio. „Percepio DevAlert macht Entwickler unmittelbar bei dem Auftreten auf diese Bugs aufmerksam, denn je früher ein Update zur Verfügung gestellt werden kann, umso weniger Anwender sind betroffen. Die Verkürzung der Reparatur-zeit bei Fehlern in der Gerätesoftware, von den ersten Symptomen bis zum Einspielen der Korrektur, resultiert in höherer Produktqualität und zufrieden-eren Kunden über die Einsatzdauer des jeweiligen Produkts.”

Percepio DevAlert, das während des Betatests unter der Bezeichnung Device Firmware Monitor (DFM) bekannt war, ist ein sicherer, skalierbarer Cloud-Dienst, der mit AWS IoT Core arbeitet und FreeRTOS- und ThreadX-basierte Firmware unterstützt. Unterstützung für andere Echtzeit-Betriebs-systeme gibt es auf Anfrage. DevAlert besteht aus drei Komponenten Classification Engine, Firmware Agent und dem Tracealyzer. Lesen Sie mehr zu DevAlert hier.










Must-Have für jedes Embedded- und IoT Projekt
„Die Trace-Visualisierung, bei der Percepio seit mindestens 10 Jahren eine führende Rolle spielt, hatte man lange Zeit nicht als Option für das schnelle, effiziente Debugging auf dem Radarschirm“, erklärt Jacob Beningo, President und Principal Consultant bei der Beningo Embedded Group. „Mit DevAlert nun weitet Percepio die Fähigkeiten dieses leistungsstarken Tools auf den umfangreichen IoT-Sektor aus, wo das Risiko von Bugs in ausgelieferten Geräten sehr groß ist. Entwickler können so die Qualität ihrer Produkte im Feld sicherstellen und dies oftmals bevor die Probleme von den Kunden überhaupt bemerkt werden. DevAlert wird hierdurch zu einem echten Must-Have für jedes Embedded- oder IoT-Projekt.”

Percepio arbeitet eng mit führenden Halbleiteranbietern zusammen, die im Bereich der IoT-Entwicklung gut aufgestellt sind. Eine ganze Reihe von Partnern hat mit Percepio kooperiert, um Beta-Versionen von DevAlert zu Testzwecken bei ihren Kunden zu installieren, darunter Cypress und STMicroelectronics.

DevAlert wird nun für Kunden ab 16. März 2020 über das weltweite Distributoren-Netzwerk von Percepio verfügbar sein. Dabei haben die Kunden abhängig von der Menge an Alarmmeldungen und der Zahl der benötigten Tracealyzer-Lizenzen die Wahl zwischen drei Lizenzstufen. Auf Anfrage sind auch Evaluierungs-Lizenzen verfügbar. Nehmen Sie über sales@percepio.com Kontakt auf oder sprechen Sie mich direkt an.

Percepio hat die Version 4.4 des Tracealyzer mit neuer Unterstützung für embedded Linux-Systeme angekündigt. Diese neueste Tracealyzer-Version enthält Visualisierungs- und Analysefunktionen, die für Entwickler von Embedded-Linux-Anwendungen entwickelt wurden und in einer intuitiven, modernen Benutzeroberfläche verpackt sind. Die neue Linux-Unterstützung nutzt das weithin unterstützte LTTng-Tracing-Framework und wurde bereits mit Wind River Linux LTS 2019 verifiziert.





Mit der Zuversicht, dass wir alle bald wieder zu einem „normalen“ Leben zurückkehren werden, grüße ich Sie herzlichst


Ihr
Marian A. Wosnitza


„Wenn du sprichst, wiederholst du nur das was du weißt.
Wenn Du zuhörst, kannst du vielleicht noch etwas lernen.“
(Unbekannt)