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„Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,
sondern auch für das, was man nicht tut.”
(Laotse)
Unsere Themen heute:
- Wie kam es dazu? Die Dominanz von ARM
- Auch Microsoft kommt nicht daran vorbei
- Der Hammer für den Nagel: Die IAR Embedded Workbench
- Drei Möglichkeiten der Lizenzierung für die IAR Embedded Workbench
- Alles JTAG oder was? SEGGER ARM Tools für Entwicklung und Produktion
- Den Überblick behalten
Liebe Kundin, Lieber Kunde,
Ein Raunen ging durch die Branche, als Microsoft im Juli diesen Jahres eine Lizenz für die komplette ARM-Architektur kaufte.
Spätestens als Microsoft ankündigte, dass sein nächstes Betriebssystem Windows 8 neben der x86 Architektur auch die ARM-Architektur unterstützen wird, wird auch dem letzten Zweifler klar geworden sein, dass hier ein Zug nicht nur abgefahren, sondern bereits mit hoher Geschwindigkeit unterwegs ist: die ARM Architektur dominiert die Elektronik-Branche nach Belieben - Intel muss es regelrecht das Fürchten lehren!
Wie kam es dazu?
Die ARM Architektur zeichnet sich durch einen effizienten Befehlssatz aus, erlaubt eine kompakte Umsetzung in einem ASIC Design und ist bestens geeignet für Optimierungen im Bereich der Ausführungsgeschwindigkeit und Stromaufnahme, Eigenschaften die heute auf der Prioritätsliste ganz oben stehen.
ARM selbst stellt keine Prozessoren/ Controller her, sondern überlässt dies Lizenznehmern, die den ARM-Kern um Speicher und Peripherie ergänzen.
Dadurch entsteht eine Vielfalt von ARM-Varianten mit unterschiedlichster Ausstatt-ung und Anwendungseignung, die aber alle dies gemeinsam haben: sie sind mit dem selben Befehlssatz und Compiler programmierbar.
Mit geschicktem Lizenzierungs-Modell und leistungsfähiger 32-Bit RISC Prozessor-Architektur hält ARM heute weltweit einen Marktanteil von 75% aller 32-Bit CPUs und 90% aller embedded 32-Bit CPUs.
Weltweit wurden im letzten Jahr 6 Milliarden ARM Prozessoren hergestellt – nach Umsatz ist das 20x mehr als Intel. Mit fast 200 Firmen, die sich im ARM Markt tummeln, und jährlichen Wachstumsraten zwischen 30 und 50 Prozent hat ARM einen Erdrutsch-Sieg als Architektur in der Elektronikentwicklung errungen. ARM ist zu einer Weltmacht geworden, an der keiner mehr vorbeikommt.
Auch Microsoft nicht.
Welche Rolle Windows 8 in diesem Hai-fischbecken spielen wird bleibt abzuwarten. Wenn Windows 8 floppen sollte, wird es wohl keiner so recht merken - außer Microsoft.
Hält Microsoft aber sein Versprechen, wird der Anwender von Windows 8 zwischen den Architekturen wechseln können, ohne dass sich für ihn groß etwas ändert.
Ein solches Ideal-Szenario wird einen gewaltigen Einfluss haben – vor allem auf Intel. Aber Intel ist ja auch Lizenznehmer der ARM Architektur...
Unsere Kunden sind ein direktes Spiegelbild dieser Entwicklung: 8 von 10 neu gestarteten Projekten basieren auf ARM, die meisten davon wiederum auf der ARMv7 Architektur (beachten Sie das „v“), die wir als Cortex kennen.
Der Hammer für den Nagel
Als „Handwerkszeug“ (eigentlich besser: Kopfwerkzeug) für die Projektrealisierung braucht jeder Entwickler eine praxisgerechte und anwenderfreundliche Entwicklungsumgebung für die Codierung auf dem PC, einen C/C++ Cross-Compiler, Assembler und Software- sowie Hardware-Debugger. Idealerweise startet das Projekt mit einem
Kick-Start-Kit, der neben einer Prototypenplatine mit dem gewünschten Prozessor auch gleich alle Software-Tools für die Entwicklung beinhaltet.
Zu einem regelrechten Industriestandard in der Elektronik-Branche hat sich die
IAR Embedded Workbench entwickelt, die als Tool-Paket alle Komponenten für die Entwicklung mitbringt:
Vom komfortablen Editor und Projekt-Manager bis zum
optimierenden C/C++ Compiler, Software-Debugger (C-SPY Debugger) und MISRA-C Checker enthält die integrierte Entwicklungs-umgebung der IAR Embedded Workbench alle benötigten Werkzeuge für eine erfolgreiche Projektentwicklung.
Die Tool-Suite unterstützt über 30 unterschiedliche Architekturen, so dass ein Wechsel der Hardware-Plattform keine neue Lernkurve hervorruft, wenn einem die IAR Embedded Workbench vertraut geworden ist.
Für die ARM Architektur gibt es zwei Versionen:
Letztere ist durch die Einschränkung auf die Cortex-M Familie auch deutlich günstiger in der Anschaffung.
Die neueste Version der IAR Embedded Workbench ist die
v6.30, die ich Ihnen im letzten Newsletter bereits detaillierter vorstellen konnte.
Drei Möglichkeiten
Da die kürzlich von IAR Systems eingeführten drei verschiedenen Lizenzierungsarten, in denen die IAR Embedded Workbench nun lieferbar ist, immer wieder zu Fragen geführt haben, stelle ich Ihnen diese hier in der Übersicht vor:
- PC-Locked License
- Mobile License
- Network License
Die PC-Locked License ist an einen definierten PC gebunden (Hardware ID). Es ist eine Single-User Lizenz, die jeder nutzen kann, der Zugriff zu diesem PC hat; sie funktioniert auch ohne Netzwerkzugriff. Vorteil: es ist die kostengünstigste Lizenz. Nachteil: Die Lizenz ist nur so transportabel wie der PC, an den sie gebunden ist.
Die Mobile License ist ebenfalls eine Single-User Lizenz, hat aber einen großen Vorteil: Sie sind flexibel bei der Wahl Ihres Arbeitsorts. Die Lizenz ist nur an einen USB 2.0 Dongle gebunden und funktioniert überall mit jedem PC – vorausgesetzt Sie haben den Dongle dabei. Die Mobile License benötigt keine Netzwerkverbindung; sie ist ideal auch für mobile Anwendungen, z.B. auf einem Notebook einsetzbar. Außerdem sind Sie durch den USB Dongle geschützt vor eventuellen Hardwareproblemen Ihres PCs.
Die Network License ist die ideale Lizenzierungsart für Entwickler-Teams. Damit ist es möglich, einen Pool von Lizenzen innerhalb einer Gruppe von Anwendern über das Firmennetzwerk zu teilen (Floating License). Die Zahl der installierten Kopien, die eine Lizenz beanspruchen können, ist unbegrenzt, wohin gehend die Zahl der gleichzeitig berechtigten Anwender durch die Zahl der gekauften Netzwerk-Lizenzen bestimmt ist.
Die Netzwerk-Lizenz wird durch die mitgelieferte Lizenz-Server-Software gemanagt. Installiert auf Ihrem Firmen-Server, wird die Lizenz-Server-Software ebenfalls durch einen USB Dongle am Server lizenziert. Damit sind Sie auch hier sicher vor möglichen Hardwareproblemen, können Sie doch im Ernstfall mit dem USB Dongle schnell auf einen anderen Server „umziehen“. Jeder Anwender erhält ein komplettes IAR Produktpaket mit Handbuch, entsprechend der Zahl der gekauften Netzwerk-Lizenzen.
Für alle Lizenzarten gilt: Haben Sie nach dem Kauf „Ihre“ Box der IAR EW erhalten, so sollte das Erste sein, sich das Handbuch zumindest im Überblick anzuschauen, sich auf der IAR Seite
www.iar.com auf MyPages zu registrieren und ein Account zu eröffnen. Nur so haben Sie für weitere 12 Monate Zugriff auf die neuesten Weiterentwicklungen der Software von IAR.
Warum ich Ihnen das erzähle? Nun, ich treffe immer wieder auf Entwickler, die nur auspacken und schnell loslegen, und sich dann nach einem halben Jahr wundern, dass sie mit einer inzwischen alten Version der Software arbeiten, ihnen aber niemand etwas sagte. Die Amerikaner antworten hierauf treffend mit: RTFM – ich hoffe, Sie wissen, was das heißt.
Alles JTAG, oder was?
Alle ARM-basierten Prozessoren verwenden ein einheitliches JTAG-Interface, über das Debugging und Speicherzugriff erfolgen kann.
Mit der
J-Link Familie von SEGGER stehen leistungsfähige JTAG/SWD Emulatoren für die Entwicklung unter unterschiedlichen Anforderungen zur Verfügung:
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J-Link für ARM Cores mit USB 2.0 Interface und 12 MHz JTAG Geschwindigkeit – der de-facto Industrie-Standard Emulator für ARM Cores.
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J-Link Pro ist kompatibel mit dem J-Link, hat aber zusätzlich ein Ethernet Interface, was ihn ideal für Remote-Anwendungen macht, wo das USB Kabel nicht reicht.
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J-Link Ultra ebenfalls kompatibel mit dem J-Link, aber mit einer JTAG Geschwindigkeit von 25 MHz – Voraussetzung für Power-Debugging mit der IAR Embedded Workbench.
Richtig Geld sparen können Sie mit den
kostengünstigen Bundles der J-Link Emulatoren mit Software-Optionen, wie J-Flash, ARM RDI, und Flash Breakpoints.
Die J-Trace Trace-Tools von SEGGER ermöglichen ARM ETM Trace mit bis zu 200 MHz bei voller Taktrate. Über ein USB Interface PC-seitig, wird der J-Trace über JTAG und 38-pin Mictor Stecker mit dem Target verbunden. J-Trace ist mit dem C-SPY Debugger der IAR Embedded Workbench für ARM vollständig integriert und unterstützt die Advanced Debugging Features von C-SPY. Also auch hier wieder: die Tools von SEGGER und IAR sind die ideale Kombination.
Die J-Trace Tools beinhalten übrigens die gesamte Funktionalität des J-Links.
Gehen Sie mit Ihrem fertigen Produkt in Produktion, werden Sie den On-Chip Speicher oder externen Flash-Speicher Ihrer ARM Hardware mit dem
Flasher ARM von SEGGER programmieren wollen. Dies kann über die J-Flash Software vom PC aus oder im Standalone-Betrieb durchgeführt werden. Der Flasher ARM beinhaltet die J-Link Funktionalität, kann aber außer über USB auch über Ethernet oder RS232 mit dem PC verbunden werden. Flasher ARM hat einen eingebauten 20-pin JTAG Stecker, entsprechend der ARM Definition. Der Flasher ARM hat 64 MB Speicher für das Anwendungsprogramm.
Die
SEGGER MiddleWare Tools und das Echtzeitbetriebssystem
embOS sind für eine Vielzahl von ARM Cores erhältlich. Sie vervollständigen das Spektrum unseres Angebots für den ARM Entwickler.
Den Überblick behalten
Dieser kondensierte Überblick über die Tools von IAR Systems und SEGGER Micro-controller reicht Ihnen noch nicht? Bitte schön,
HIER können Sie ihn gerne noch vertiefen.
Zweifellos bilden die vorgestellten Tools die kompletteste und ausgereifteste Tool-Kette für die ARM Architektur. Nutzen Sie sie in Ihrem nächstes Entwicklungsprojekt!
Wenn Sie möchten, arbeite ich Ihnen auf Wunsch gerne ein
Angebot für Ihre Planungszwecke aus. Sagen Sie mir bescheid.
Viel Technik haben wir heute wieder geredet, die Ihnen sicherlich Impulse und Ideen für Ihre weitere Projektarbeit gegeben hat.
Danke
Das Jahr 2011 war für unser Unternehmen bestimmt von zufriedenstellendem Wachstum und neuen Herausforderungen, sowohl organisatorisch als auch durch eine neue Produktlinie.
Wir haben in den letzten 8 Jahren eine solide und treue Stammkunden-Basis aufbauen können. In diesem Sommer ist unsere Geschäftsstelle in München eröffnet worden, die mein lieber Kollege Bernhard Islinger leitet.
Allen Unkenrufen über die wirtschaftliche Zukunft unseres eigenen Landes zum Trotz haben wir uns regional wie überregional wachstumsorientiert aufstellen können.
Unser Ziel ist es, Sie auch morgen als verlässlicher Partner Ihrer Projekte zu betreuen.
Unseren Ertrag haben wir letztlich Ihnen zu verdanken, die Sie unsere Arbeit zu schätzen wussten. Dafür danke ich Ihnen im Namen unseres Teams herzlich.
Mit der Ergänzung unseres Portfolios durch die Produkte von
UNICOI Systems sind wir gut aufgestellt, um Ihnen auch im Jahr 2012 für Ihre anspruchsvollen embedded Projekte erfahrenen Rat, fundierte Betreuung und wertvolle, nutzbringende Tools bieten zu können.
Ich bedanke mich bei Ihnen für die angenehme und erfolgreiche Zusammenarbeit in 2011 und wünsche Ihnen jetzt schon eine ruhige und entspannende Weihnachtszeit, Muße zum Auftanken im Kreis Ihrer Familie und den Abstand zum Alltag, der uns wieder Pläne schmieden lässt - für ein erfolgreiches Jahr 2012.
Herzlichst
Ihr
Marian A. Wosnitza
PS. Meinen nächsten Newsletter erhalten Sie am 01.Februar 2012
„Um wirklich glücklich zu sein, braucht man einen Menschen,
den man liebt, eine Aufgabe und eine große Hoffnung."
(Ricarda Octavia Huch (1864-1947, Dichterin, Philosophin & Historikerin)
(*) Automatische Übersetzungen können den Sinn des ursprünglichen Satzes verändern. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit.
Anmerkung zum neuen Telekommunikationsgesetz (seit 1.03.2006):
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Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Carnica Technology, Marian Wosnitza, Untervellach 96, A-9620 Hermagor, www.carnica-technology.com, Email: info@carnica-technology.com
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